Pfingsten: Die Heimkehr des Heiligen Geistes – Gott gesandt, um unseren Glauben wiederzufinden!

Wir befinden uns am Ende der Osterzeit und bald feiern wir Pfingsten – den Tag, an dem der versprochene Beistand, der Heilige Geist, zu uns kommt. In dieser Zeit geht auch der Transformationsprozess in unserem Erzbistum in die nächste Phase. Viele Menschen fragen sich: Ist das wirklich der richtige Weg?

Aus weltlicher Sicht scheint es ein nachvollziehbarer Schritt zu sein. Wenn es in und um die Kirche immer weniger Gläubige gibt, wenn viele von ihnen sich innerlich entfernt haben und kaum noch Gemeinschaft in der Gemeinde suchen; wenn es nur wenige Jugendliche gibt – obwohl sie die Zukunft der Kirche sind – und ihr Interesse am Glauben und an der Gemeinschaft gering erscheint, dann scheint es naheliegend, Kräfte zu bündeln. Wenige Menschen sollen große Räume erreichen und gemeinsam Kirche gestalten.

Das Ziel ist groß und schön. Doch der Weg dorthin wird von vielen als fragwürdig empfunden. Denn viele Menschen sehnen sich nach einer lebendigen Kirche in ihrer vertrauten Pfarrgemeinde – nach Nähe, Gemeinschaft und einem Ort, an dem der Glaube im Alltag gelebt werden kann.

Darum sollten wir Gott selbst fragen, ob dies der richtige Weg ist. In der Bibel heißt es: „Sucht Gottes Willen, nicht den der Menschen.“ Und so beten wir auch im Vaterunser: „Dein Wille geschehe.“

Wir feiern bald das große Pfingstfest. Die ersten Christen blieben im Gebet versammelt, um den versprochenen Beistand zu empfangen und Kraft für ihre Verkündigung zu erhalten. Auch wir sind eingeladen, in dieser Zeit im Gebet zu bleiben – offen für den Heiligen Geist, der uns führen will.

Bitten wir Gott darum, seinen Willen zu erkennen und mit Hilfe des Heiligen Geistes den richtigen Weg für unsere Kirche zu finden.

Pater Binish Arackal Mst

 

Bild: Martin Manigatterer, in: Pfarrbrief.de

Hier geht es zu den Pfarrnachrichten Nr. 5