
Die kommenden Tage und Wochen werden von uns wohlbekannten Marien- und Heiligenfesten geprägt sein.
Am 24. Juni feiern wir das Hochfest der Geburt des heiligen Johannes des Täufers. Einige Tage später, am 29. Juni, ehren wir die heiligen Apostel Petrus und Paulus. Am 2. Juli begehen wir das Marienfest Mariä Heimsuchung. Einen Tag später, am 3. Juli, gedenken wir des heiligen Apostels Thomas.
Bevor die nächste Ausgabe unserer Pfarrnachrichten erscheint, feiern wir am 11. Juli das Fest des heiligen Benedikt von Nursia. Er gilt als Vater des abendländischen Mönchtums und als Schutzpatron Europas. Diesem Heiligen möchte ich heute kurz unsere Aufmerksamkeit widmen.
Papst Paul VI. erhob den heiligen Benedikt im Jahr 1964 zum Schutzpatron Europas. Sein Orden, seine Ordensregel, die Gründung des Klosters Montecassino und die bekannte Devise „Ora, et labora“(„Bete und arbeite“) haben die Gestalt unseres Kontinents geprägt. Sie hatten einen bedeutenden Einfluss auf seine Kultur, sein geistiges Gesicht und seine Einigung.
Europa befand sich zur Zeit des heiligen Benedikt in einem tiefgreifenden Umbruch. Deshalb brauchte es damals –und nicht weniger heute – ein festes Fundament, auf dem es seine Identitätaufbauen und seine Wurzeln bewahren konnte und kann. Dazu brauchte und brauchtes glaubwürdige Boten des Friedens und des Glaubens, wie den heiligen Benedikt und seine Mitbrüder.
Die christlichen Werte, die der heilige Benedikt und seine Mitbrüder verbreitet haben, bilden bis heute ein wesentliches Fundament unserer Gesellschaft. Sie stehen in engem Zusammenhang mit der Achtung der Menschenwürde und den Grundrechten und haben das westliche Rechtsverständnis nachhaltig geprägt.
Das Erbe des heiligen Benedikt – Arbeit, Kultur, Wissenschaft, Bildung, Erziehung und Glaubenszeugnis – lädt uns ein, diese Werte mit neuer Leidenschaft und neuer Frische aufzugreifen und in unserem Leben lebendig werden zu lassen.
Ihr und Euer
Vikar Dominik Niemiec
Bild:Pfarrbriefservice.de
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