
Die österliche Buß- oder Fastenzeit will uns alljährlich zu einem Nachdenken über uns selbst einladen. Es geht nicht darum, Verzicht um des Verzichtes Willen zu üben, sondern sich seiner Lebensführung, seiner Gewohnheiten und ganz allgemein der Lebenssituation bewusster zu werden. Manchmal ist es ja so, dass wir unser eigenes „Gefängnis“ errichtet haben und dort auch freiwillig eingezogen sind - und dann den Schlüssel zum Ausgang verloren haben.
Was kann ich ändern, - ja, was müsste ich ändern, um vielleicht einen Neuanfang zu bewirken, etwa in meinem Verhältnis zu den Mitmenschen, zu den Aufgaben in Beruf und Familie, zu mir selbst und in meinem Glaubensverhältnis Gott gegenüber?
Manchmal ist es gar nicht so leicht, hier die „ersten Schritte“ zu wagen.
Dabei ist der Gedanke tröstend, dass letztendlich nicht wir selbst diejenigen sind, die dabei das Entscheidende tun, sondern, dass uns dabei immer auch die göttliche Liebe begleitet. Im 51. Psalm heißt es: "Erschaffe mir Gott ein reines Herz – und gib mir einen neuen beständigen Geist!“… Mach mich wieder froh mit deinem Heil, mit einem willigen Geist rüste mich aus! Herr, öffne mir die Lippen und mein Mund wird deinen Ruhm verkünden.“
Pastor Hans-Günter Richter
Bild: Peter Weidemann, in: Pfarrbriefservice.de
Hier geht es zu den Pfarrnachrichten Nr. 3