Auferstehung – mitten im Tag

Manchmal geschieht Auferstehung leise.

Nicht am Rand der Nacht, nicht im ersten Morgenlicht, sondern mitten im Tag.

Ein Raum ist vertraut.

Die Bänke stehen da wie immer.

Ein Buch liegt offen.

Eine Kerze brennt.

Und doch verändert sich etwas.

Licht fällt herein.

Nicht grell, nicht fordernd – sondern warm und einladend.

Die Tür ist offen.

Kein Mensch steht in ihr.

Und doch lädt sie ein, aufzubrechen, weiterzugehen, neu zu leben.

Auferstehung zeigt sich nicht immer im Außergewöhnlichen.

Manchmal geschieht sie genau dort, wo wir schon sind.

Mitten im Alltag.

Mitten im Leben.

 

Auferstehung – mitten im Leben

Ostern feiern wir das Zentrum unseres christlichen Glaubens: Gott lässt das Leben nicht im Tod enden. Er schenkt neues Leben – Hoffnung über alle Grenzen hinaus. Auferstehung ist mehr als das Geschehen am Ostermorgen. Sie wirkt hinein in unsere Wirklichkeit, berührt auch unser Leben. „Manchmal feiern wir mitten im Tag ein Fest der Auferstehung“ – so heißt es in einem modernen Osterlied: Auferstehung ereignet sich immer dann, wenn Licht in unser Leben fällt, wenn sich Türen öffnen, wenn neue Wege sichtbar werden.

Das Bild lädt uns ein, so auf Ostern zu schauen: Auferstehung eben nicht fern und außergewöhnlich, sondern nahe, still und gegenwärtig. Ich wünsche Ihnen und Euch, dass das Osterlicht auch im Alltag spürbar wird – als Hoffnung, die trägt, als Vertrauen, das stärkt, als Leben, das weitergeht.

Frohe und gesegnete Ostern, auch im Namen des Pastoralteams!

Andreas Schulte, Dechant

 

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